Zaatar Gewuerzmischung | Genussfreude.at

Za’atar – Nahöstliche Gewürzmischung

Gewürze geben Gerichten erst das gewisse Etwas. Sie erwecken Speisen quasi aus dem Dornröschenschlaf, indem sie deren Geschmack hervorheben, ergänzen und/oder verstärken. Ebenso können sie ihnen eine völlig andere Aromatik verleihen. Ganz und gar so, wie man es eben haben möchte.

Salz und Pfeffer dominieren oftmals, wenn es ums Würzen von Speisen geht. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, welch breites Aromenspektrum Gewürze einem eröffnen. Hier lohnt es sich defintiv, etwas Experimentierfreude an den Tag zu legen und die eigenen Küchenfertigkeiten auf ein neues Niveau zu heben.

Za’atar – Was ist das?

Za’atar (oder auch Zatar, Za’tar, Zahtar oder Satar genannt) ist fixer Bestandteil der nordafrikanischen und arabischen Küche. Der Name der Gewürzmischung stammt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt wilder Thymian (Ysop).

Regional unterscheidet sich die Zusammensetzung von Za’atar, traditionell besteht es aber aus lediglich 4 Zutaten: Thymian, Sumach, geröstetem Sesam und Salz.

Optional beigemischt findet man zusätzlich u. a. noch Oregano, Koriander, Dille, Fenchel, Nüsse, getrocknete Orangenzesten, usw.

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Mit nur 4 Zutaten die Geschmacksknospen aufwecken

Durch seine ätherischen Öle verleiht der Thymian der Gewürzmischung eine frische, aromatische Note sowie eine leichtere Bitterkeit. Die gerösteten Sesamsamen geben ein wunderbar nussiges Aroma, der Sumach eine fruchtige Säure.

Sumach wird übrigens aus den Früchten des Färberbaums gewonnen und kann als Alternative zu Zitronensaft und Essig verwendet werden. In der Türkei fixer Bestandteil beim Essen, bei uns leider weitestgehend unbekannt. Am besten, man hält im nächstgelegenen türkischen Supermarkt danach Ausschau!

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Die Verwendung von Za’atar

Verwendung findet diese Gewürzmischung auf ganz vielfältige Art und Weise. Traditionell wird Za’atar oftmals mit Olivenöl vermengt, um Fladenbrot darin einzutunken. Oftmals sieht man an den Marktständen auch Fladenbrote, die bereits vor dem Backen damit bestrichen wurden.

Abgesehen von Brot, eignet es sich aber auch perfekt für Ofen- bzw. Grillgemüse, zum Bestreuen von Hummus und Tsatsiki, zu Käse, Salaten und ganz großartig übrigens auf weichen Eiern! Auch gewöhnliches Popcorn lässt sich damit aufpeppen. Einfach etwas Olivenöl und Za’atar darauf verteilen, in einer Schüssel alles miteinander vermengen und fertig ist die würzige Popcorn Version.

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Einfache und Schnelle Zubereitung in der eigenen Küche

Za’atar fertig zu kaufen macht sicher besonders dann Sinn, wenn man es z. B. im Urlaub auf lokalen Märkten findet. Angewiesen ist man darauf jedoch nicht, da man es ganz einfach selbst zubereiten kann.

Dazu werden die Sesamkörner ohne Öl in einer Pfanne so lange geröstet, bis sie eine goldige Farbe angenommen haben und ihren betörenden, nussigen Duft verbreiten. Am besten etwas abkühlen lassen und dann mit Thymian, Sumach und Salz vermischen.

In ein Gewürzglas umfüllen und einfach darauf los experimentieren!

Za’atar – Nahöstliche Gewürzmischung

Rezept von Nina Nagy (adaptiert nach Eat-This.org) Gang: BeilageSchwierigkeit: schnelle Küche
Menge

50

g
Zubereitungszeit

10

Minuten

Die Allround-Gewürzmischung, die etwas Orient in die heimische Küche holt.

Zutaten

  • 2 EL Sesam, hell

  • 2 EL Thymian, frisch oder getrocknet

  • 2 TL Sumach

  • 1/2-1 TL Salz (siehe Hinweis)

Zubereitung

  • Sesam in einer Pfanne (ohne Öl) bei mittlerer Hitze für ca. 5 Minuten rösten, bis er eine goldige Farbe angenommen hat und zu duften beginnt. Dabei häufig umrühren, damit nichts anbrennt.
  • Etwas abkühlen lassen und anschließend mit dem Thymian, Sumach und dem Salz vermischen.
  • In ein Gewürzglas füllen und kühl und dunkel lagern.

Hinweis

  • Die Salzmenge einfach nach Wunsch adjustieren. Ich fange gerne mit 1/2 TL Salz, koste und entscheide dann, ob noch mehr notwendig ist.

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