Tahini-Granola mit Pekannüssen | Genussfreude.at

Tahini-Granola mit Pekannüssen

Zum Frühstück gibt es bei mir seit vielen Jahren (womöglich schon seit einem Jahrzehnt?! 🧐) Porridge mit einer extra Schüssel kleingeschnittenem Obst dazu. Die Vorbereitung dafür nimmt ehrlich gesagt etwas Zeit in Anspruch. Sollte es aus irgendeinem Grund mal schneller gehen müssen, greife ich alternativ gerne auf Granola zurück. Hiervon findet sich immer ein selbstgemachtes Glas in meinem Vorratsschrank.

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Tahini – Grundnahrungsmittel der israelischen Küche

Wie bereits im vorherigen Blogbeitrag erwähnt, habe ich Tahini über lange Zeit hinweg nur recht wenig Beachtung geschenkt. Ab und an hatte ich ein Glas davon gekauft, aber es quasi ausschließlich nur zur Herstellung von Hummus verwendet.

In unseren Breiten kennt man die Sesampaste so gut wie gar nicht. Ganz anders sieht das aus, wenn man den nahen Osten besucht. Erst durch eine Reise nach Israel wurde mir nämlich vor Augen geführt, wie vielseitig verwendbar sie ist. Amy Zitelman trifft es in ihrem Buch „The Tahini Table auf den Punkt, wenn sie Tahini als mother sauce of Israeli cuisine oder auch secret sauce beschreibt.

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Ohne Tahini geht hier nämlich (fast gar) nichts. Sie ist die Allround-Zutat, die jeden Tag auf den Tisch kommt und die – bildlich gesprochen – von den Kindern schon über die Muttermilch aufgenommen wird. Nicht verwunderlich also, Geschichten von Menschen zu hören, die unbedingt wieder in ihr Heimatland zurückkehren wollten, weil sie ohne Tahini nicht leben konnten. (Eine witzige Anekdote unseres Hotel Managers 😅.)

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Das vielseitig verwendbare Superfood

Sesamsamen haben im Vergleich zu anderen Nüssen und Samen – gemessen an ihrem Gewicht – einen sehr hohen Anteil an Fett. Sie sind reich an Protein (etwa 20%) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) und enthalten jede Menge Mineralstoffe (wie z. B. Eisen, Kalzium, Magnesium und viele mehr). Nicht zu vergessen ihr Vitaminreichtum, wobei wohl hier ganz besonders auf das Vitamin B12 hinzuweisen ist, das sich in Samen normalerweise nicht findet.

Im Gegensatz zu ganzen Sesamsamen, die man wohl meist nur in spärlichen Mengen zu sich nimmt, ist Tahini so vielseitig verwendbar, dass man all diese positiven Aspekte gut für sich nutzen kann. Durch ihre cremige Konsistenz, ihren reichhaltigen, nussigen Geschmack, eignet sie sich perfekt als Sauce für eine Vielzahl an herzhaften Gerichten (Pfannengerichte, Curries, Salate, usw.). Ebenso als Ersatz für z. B. Eier, Butter, Käse, Mayonnaise und Öl, was sehr vorteilhaft sein kann, wenn man beispielsweise eine Unverträglichkeit hat. Hier gibts von meiner Seite aus aber noch sehr viel Auszuprobieren, was ich aber natürlich gerne mit euch teilen werde 😉.

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Tahini als ungewöhnliche, neue Zutat fürs Granola

Auf die Idee, Tahini im Granola zu verwenden, wäre ich von alleine wohl nie gekommen. Wie bereits erwähnt, ist mir aber ein neues Kochbuch (The Tahini Table) in die Hände gefallen, in dem sich alles nur um Tahini dreht und hier auch allerlei Frühstücksideen präsentiert werden. Als jemand, der Granola sehr gerne isst, musste ich das Rezept natürlich gleich mal ausprobieren.

Zubereitet wird es auf ganz andere Art und Weise, wie ich es sonst gewohnt bin (hier das Rezept zu meinem Lieblings-Granola). Es kommt bei niedriger Temperatur in den Ofen und verbleibt dort insgesamt für etwa 40 Minuten, wobei nach der Halbzeit alles einmal grob durchmischt wird.

Die Sesampaste hat trotz des relativen hohen Mengenanteils keinen dominanten Geschmack. Sie balanciert die Süße des zugegebenen Ahornsirups sehr gut aus. V. a. trägt sich dazu bei, dass sich kleine Granola-Klümpchen bilden, wodurch das Granola nochmal an Knusprigkeit gewinnt.

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Tahini-Granola mit Pekannüssen

Rezept von Nina Nagy (adaptiert nach Amy Zitelman) Gang: Frühstück, SnackSchwierigkeit: Wochenendküche
Menge

1

Liter
Vorbereitungszeit

10

Minuten
Backzeit

40

Minuten
Gesamtzeit

50

Minuten

Das etwas andere Granola. Die Sesampaste schafft einen guten Ausgleich zur Süße des Ahornsirups. Zudem bilden sich dank ihr kleine, aromatische Knusperstücke, die das Granola nochmal schmackhafter machen.

Zutaten

  • 200 g Haferflocken

  • 100 g Pekannüsse, grob gehackt

  • 50 g Sesam

  • 1/2 TL Zimt

  • 1 kräftige Prise Salz

  • 2 EL Kokosöl

  • 6 EL Ahornsirup

  • 60 g Tahini (Sesampaste)

  • 80 g Rosinen

Zubereitung

  • Backofen auf 120°C Heißluft vorheizen.
  • Haferflocken, Pekannüsse, Sesam, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermengen.
  • Das Kokosöl bei niedriger Temperatur am Herd schmelzen lassen und mit dem Ahornsirup und der Tahini verrühren. Über die Haferflocken-Mischung gießen und alles gut durchmischen.
  • Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und im Ofen etwa 40 Minuten lang backen, bis sich das Granola leicht goldig verfärbt hat. Dabei nach der Hälfte der Zeit alles einmal wenden.
  • Aus dem Backofen nehmen und mit den Rosinen bestreuen. Fertiges Granola komplett auskühlen lassen.
  • In ein 1-Liter-Bügelglas umfüllen und kühl und dunkel lagern.

Hinweis

  • Je nach Vorliebe kann man entweder großblättrige oder kleinblättrige Haferflocken verwenden bzw. diese einfach mischen.
  • Anstatt der Rosinen natürlich gerne andere Trockenfrüchte (wie z. B. Datteln) verwenden.

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